Zuwachs im Guerilla-Garten

Wir können den Einzug von weiteren gefiederten Lebewesen in unserem Garten vermelden! Ab gestern tummeln sich bei uns 3 Laufenten, die jetzt quasi das SWAT-Team im Kampf gegen das braune Gesocks stellen. Die 3 waren ganz schön aufgeregt und haben sich erst mal im Stall verkrochen. Nach einiger Zeit waren sie aber schon auf Entdeckungstour und wollten nach Sonnenuntergang gar nicht mehr in den Stall, daher haben wir sie hineintragen müssen. Ab heute sollten sie das möglichst von alleine schaffen. Unser verbliebenes Chicken scheint soweit keine Probleme mit dem Zuwachs zu haben, eher scheint es so, als hätten die Enten ein bisschen Respekt vor ihrem Mitbewohner. Ich denke aber das wird sich mit der Zeit geben. Heute morgen beim Aufmachen des Stalls, haben alle noch gelebt und schienen für die erste Nacht gut über die Runden gekommen zu sein.

10484437_663577940389694_6633272150348526197_o

Wir hoffen jetzt, dass sich die Laufenten die Bäuche vollschlagen mit Schnecken. Momentan können wir tatsächlich von einer richtigen Plage sprechen und die Schnecken machen uns mittlerweile einen nicht unbedeutenden Teil des Gemüses streitig. Selbst in den Tomaten im Gewächshaus haben wir sie schon gefunden. Dazu trägt natürlich auch dieses ekelhafte Matschwetter bei, was für Schnecken einfach ideal ist um sich kreuz und quer fortzubewegen.

Wenn man uns fragen würde, was die größte Erkenntnis ist, die wir aus diesem ganzen Projekt ziehen, würde ich spontan sagen, dass man vor allem lernt, geduldig zu sein. So wie es die Natur auch ist. Man muss sich irgendwann davon verabschieden, dass alles perfekt und nach Plan läuft. Es gibt immer wieder Vorkommnisse, Rückschläge und unvorhergesehene Tragödien, da muss man dann geduldig bleiben und gegebenenfalls von vorne anfangen, oder eine andere Strategie fahren. Es ist zum Beispiel sehr ärgerlich mit den Schnecken, aber jetzt sind sie nun mal da und sie werden auch morgen noch da sein und unser Gemüse anknabbern. Das hat uns immer sehr wütend gemacht und wir wären am liebsten sofort los geeilt und irgendwelche Kampfmaßnahmen ergriffen, um das zu verhindern. Mittlerweile  müssen wir einfach akzeptieren, dass manches eben einfach nur langsam vorangeht und dafür aber nachhaltig. Deshalb haben wir Laufenten geholt und keine Cornflakespackung Schneckenkorn. Es wird mit Sicherheit ein halbes Jahr dauern, bis wir schneckenfreies Gelände haben, aber dafür haben wir einen hervorragenden Lebensraum für Enten geschaffen und können von einer nachhaltigen Lösung sprechen, die perfekt in einen Naturellen Kreislauf passt. Eine klassische Relation der Permakultur eben. Und die Erschaffung eines Lebensraumes, in dem Tiere, Menschen und Gemüse in Gemeinschaft leben können, das ist ja das Ziel unserer ganzen Anstrengungen. Einen kühlen Kopf dabei zu bewahren, wenn Dinge nicht so laufen wie wir uns das vorgestellt haben, das hat uns die Natur mittlerweile gelehrt und das hat sich vielleicht auch schon ein bisschen auf andere Lebensbereiche von uns ausgebreitet. Es kann nicht immer alles von jetzt auf gleich passieren, manches braucht Zeit und manchmal klappt es aber auch auf Anhieb 😉